Long-term impact of maternal endocrinopathies during breast feeding on growth and obesity risk in the offspring


Diabetes in der Schwangerschaft ist eine der häufigsten mütterlichen Endokrinopathien. Die Nachkommen zeigen ein erhöhtes Adipositasrisiko. Vor ca. 50 Jahren berichteten erste Studien über ein verringertes Adipositasrisiko bei gestillten Kindern. Nachfolgend erschienen zahlreiche Studien mit gleichartigen, aber auch gegenteiligen Ergebnissen. Die Ursachen für diese Heterogenität sind unklar. Bisher wurde jedoch nicht berücksichtigt, dass mütterliche Erkrankungen während der Perinatalzeit die Muttermilchzusammensetzung verändern können, was wiederum einen Langzeiteinfluss auf das Kind haben könnte. So zeigen z.B. Studien Veränderungen der Muttermilchzusammensetzung bei Frauen mit Diabetes, besonders hinsichtlich der Konzentrationen von Hormonen wie Insulin, welche eine wichtige Rolle in der Wachstumsregulation gestillter Kinder spielen könnten. Kürzlich fanden wir, dass die neonatale Aufnahme von Muttermilch diabetischer Frauen dosisabhängig das Adipositasrisiko erhöht. Bisher existiert keine Metaanalyse zum Zusammenhang zwischen Stillen und kindlicher Adipositas, welche den derzeitigen Forschungsstand zusammenfasst. Darüber hinaus könnten mittels Metaanalyse Ursachen der o.g. Heterogenität sowie Konfounder identifiziert werden. Ziel des Projektes ist es, Metaanalysen zum Zusammenhang zwischen Stillen und Adipositasrisiko bei gesunden Frauen und deren Kindern sowie bei Müttern mit Diabetes und deren Nachkommen durchzuführen.
Projektleitung:

Univ.Prof.Dr. Andreas Plagemann
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Geburtsmedizin CCM/CVK/CBF
Klinik für Geburtsmedizin CVK/CBF
Tel. 450-524041
andreas.plagemann@charite.de
Weitere Projektleitungen:

T. Harder
Weitere Projektmitglieder:

K. Roepke
Laufzeit:

10/2005 - 11/2010
Fördereinrichtung:

Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.