Patientenfallgruppen in der MSK-Rehabilitation: Festlegung der RMK für den Praxiseinsatz in orthopädischen Kliniken


Im zeitlich und inhaltlich vorangegangenen Projekt (RMK MSK, Lfz. 01/2006 03/2007) wurden Fallgruppen (Rehabilitanden-Management-Kategorien, RMK) für die Rehabilitation von Patienten mit muskulo-skelettalen Krankheiten (MSK) auf empirischer Basis modelliert. Dabei wurden erstmals zusätzlich zu den Daten aus der Routinedokumentation der Kliniken auch Daten aus dem gezielten Einsatz eines RMK-Assessments für die Bedarfsdifferenzierung ausgewertet. Im Ergebnis konnten vier Bedarfsgruppen für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, und je zwei Bedarfsgruppen für Patienten mit Knie- bzw. Hüftbeschwerden definiert werden. Für diese Fallgruppen wurden schließlich bedarfsabhängige RMK-Orientierungswerte für die therapeutischen Leistungen expertenkonsentiert festgelegt. Die vorgelegten Ergebnisse werden für den Praxistransfer vorbereitet und in Testkliniken erprobt. Mit Hilfe einer bedienerfreundlichen Software wird das RMK-Assessment mittels eines hinterlegten Algorithmus ausgewertet. Die ermittelte RMK-Bedarfsgruppe, assessmentbezogene Auswertungen für jeden Patienten sowie darauf basierende therapeutischen Empfehlungen werden dem behandelnden Arzt unmittelbar zur Verfügung gestellt. Der Prozess wird hinsichtlich der Machbarkeit mittels Befragung des Klinikpersonals evaluiert. Die Fallgruppen sowie die entsprechenden Therapieanforderungen können dann ggf. erneut modifiziert werden.
Projektleitung:

Dr.phil. Karla Spyra
Prof. Dr. Werner Müller-Fahrnow
Charité - Universitätsmedizin Berlin
AG für Rehabilitationswissenschaften
Weitere Projektleitungen:

Dr. Karla Spyra
Weitere Projektmitglieder:

Dipl. Päd. (Rehab.) Carsten Blume, Dipl. Psych. Johanna Böttcher, Dr. Michael Erhart, Dr. Annegret Franke
Laufzeit:

07/2007 - 12/2008
Fördereinrichtung:

MEDIAN Kliniken GmbH & Co. KG
Online-Informationen:

www.reha-vqs.charite.de
Publikationen:

BLAU J-R. Finanzielle Bewertung von Fallgruppen in der orthopädischen Rehabilitation auf Basis betriebswirtschaftlicher Klinikdaten. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.). Tagungsband, Evidenzbasierte Rehabilitation zwischen Standardisierung und Individualisierung , 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium, 03. bis 05. März 2008 in Bremen, DRV-Schriften Band 2008 (77): 141-143. BLUME C, STREIBELT M, MÜLLER-FAHRNOW W. Rehabilitanden-Management-Kategorien Therapierelevante Differenzierung des Behandlungsbedarfs der RMK-Gruppen für die Rehabilitation chronischer Rückenschmerzen. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.). Tagungsband, Evidenzbasierte Rehabilitation zwischen Standardisierung und Individualisierung , 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium, 03. bis 05. März 2008 in Bremen, DRV-Schriften Band 2008 (77): 136-138.RAPP B. Eine Frage der Zeit die Reha-DRGs kommen: Aktuelle Konzepte für ein Rehabilitations-Klassifikationssystem im Überblick. Das Krankenhaus 2006; (8): 663-668. SPYRA K, MÜLLER-FAHRNOW W. Patientenfallgruppen mit unterscheidbarem Behandlungsbedarf Aktuelle Ergebnisse aus dem Projekt der Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) am Beispiel von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.). Tagungsband, Evidenzbasierte Rehabilitation zwischen Standardisierung und Individualisierung , 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium, 03. bis 05. März 2008 in Bremen, DRV-Schriften Band 2008 (77): 134-136. STREIBELT M, MÜLLER-FAHRNOW W. Klinikunabhängige Modellierung der evidenzbasierten therapeutischen Anforderungen an RMK-Bedarfsgruppen. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.). Tagungsband, Evidenzbasierte Rehabilitation zwischen Standardisierung und Individualisierung , 17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium, 03. bis 05. März 2008 in Bremen, DRV-Schriften Band 2008 (77): 139-141.