Hepatische Enzephalopathie


Das Auftreten einer hepatischen Enzephalopathie (HE) ist eine häufige neuropsychiatrische Komplikation bei Patienten mit Leberzirrhose. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität des Patienten und deutet auf eine schlechte Prognose hin. Als eine Ursache für die Entstehung einer hepatischen Enzephalopathie wird die verminderte Entgiftungsfunktion der Leber und somit eine Erhöhung von toxischen Substanzen im Blut, wie z.B. Ammoniak, angesehen. Als möglicher auslösender Faktor für eine hepatische Enzephalopathie wird u.a. eine eiweißreiche Ernährung und damit eine höhere Ammoniak-Produktion im Körper diskutiert. Während die Diagnose einer klinisch auffälligen hepatischen Enzephalopathie einfach und sicher gestellt werden kann, gestaltet sich die Erkennung und Quantifizierung einer eventuell vorliegenden latenten oder subklinischen Enzephalopathie aufgrund der bisher zur Verfügung stehenden Meßmethodik als schwierig. Zur bisher verwendeten Methode der psychometrischen Tests (Zahlenverbindungstest, Liniennachfahrtest) wurde vor kurzem eine neue Methode vorgeschlagen, die die Funktionsbereitschaft des Gehirns über die Wahrnehmungsänderung von Flimmerlicht zu Gleichlicht (und umgekehrt) bestimmt. Diese Methodik soll bei Patienten mit Leberzirrhose getestet werden, bei denen im Krankheitsverlauf bzw. im Rahmen ihrer Therapie ein mögliches Risiko für die Entstehung oder Verschlechterung einer hepatischen Enzephalopathie besteht
Projektleitung:

PD.Dr. Johann Ockenga
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie CCM
Tel. 514034
Fax 514923
johann.ockenga@charite.de
Weitere Projektmitglieder:

Dr. rer. nat. Tatjana Schütz
Laufzeit:

04/2004 - 03/2008
Fördereinrichtung:

Sonnenfeld-Stiftung
Publikationen:

Kircheis G, Wettstein M, Timmermann L, Schnitzler A, Haussinger D. Critical flicker frequency for quantification of low-grade hepaticencephalopathy. Hepatology. 2002 Feb;35(2):357-66. Ockenga J, Kroencke TJ, Schuetz T, Plauth M, Kasim E, Petersein J, Schmidt HH, Lochs H. Covered transjugular intrahepatic portosystemic stents maintain lower portal pressure and require fewer reinterventions than uncovered stents. Scand J Gastroenterol. 2004 Oct;39(10):994-9. Plauth M, Schutz T, Buckendahl DP, Kreymann G, Pirlich M, Grungreiff S, Romaniuk P, Ertl S, Weiss ML, Lochs H. Weight gain after transjugular intrahepatic portosystemic shunt is associated with improvement in body composition in malnourished patients with cirrhosis and hypermetabolism. J Hepatol. 2004 Feb;40(2):228-33.