Intermittierende präventive Therapie der Malaria und Prämunition


Interventionen gegen die Malaria im Kleinkindesalter beeinträchtigen eventuell die Entwicklung von Immunität und Prämuntion. Letztere lässt sich an der Multiplizität der Infektion (MOI) von Plasmodium falciparum ablesen. Im Rahmen des Netzwerkes Intermittent treatment with sulfadoxine-pyrimethamine (SP) in African children as a mean of malaria control erhielten 3000 Kinder in Ghana und Gabun SP oder Plazebo zu den Zeitpunkten 3, 6 und 15 Monate Lebensalter. Bislang ist unklar, ob diese Intervention die Prämunition, hier MOI, beeinflusst. In einer Querschnittsuntersuchung zum 15. Monat wird MOI bei Kindern, die zuvor SP oder Plazebo erhielten, bestimmt. Es wird untersucht, ob die intermittierende Gabe von SP MOI beeinflusst und ob dies mit vorherrschender Endemizität variiert. Zudem wird das prospektive Risiko einer Malaria nach dem 15. Lebensmonat bei Kindern mit oder ohne stattgehabte Intervention hinsichtlich MOI untersucht. Parameter, die in anderen Modulen des Netzwerkes erhoben werden, wie z.B. Medikamentenspiegel und Medikamentenresistenz, fliessen in diese Analysen ein. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen dienen der Planung und Evaluierung dieser neuen Art von Intervention. Die Ergebnisse der laufenden Auswertungen werden zum Ende 2006 vorliegen.
Schlagwörter

Malaria
Projektleitung:

Frank Mockenhaupt
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Assoziierte Einrichtungen
Institut für Tropenmedizin
Tel. 030 30116 815
Fax 030 30116 888
frank.mockenhaupt@charite.de
Weitere Projektleitungen:

PD Dr FP Mockenhaupt, Prof. Dr. U. Bienzle
Weitere Projektmitglieder:

Prof. Dr. U. Bienzle, S. Röwer
Laufzeit:

02/2004- 12/2005
Fördereinrichtung:

Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
Online-Informationen:

www.normap.de.tk
Publikationen:

Mockenhaupt FP, Ehrhardt S, Otchwemah R, Eggelte TA, Anemana SD, Stark K, Bienzle U, Kohne E. Limited influence of haemoglobin variants on Plasmodium falciparum msp1 and msp2 alleles in symptomatic malaria. Trans R Soc Trop Med Hyg. 2004 May;98(5):302-10.