Untersuchungen zur Beeinflussung des Proliferationsverhaltens okulärer Zellen durch nicht-viralen Gentransfer


Wachstumsfaktoren wird eine wesentliche Rolle bei komplexen Wundheilungsvorgängen zugesprochen. Als interzelluläre Botenstoffe sind sie wesentlich an der Zellphysiologie beteiligt. Zahlreiche Wachstumsfaktoren sind inzwischen charakterisiert und in ihrer molekularen Struktur aufgeklärt. Die biologischen Wirkungen einer Reihe von Wachstumsfaktoren erfolgen intrazellulär. Eines der Probleme zur gezielten Beeinflussung der Bioaktivität ist die intrazelluläre Verfügbarkeit von Wachstumsfaktoren. Als eine Möglichkeit, ein "targeting" der Zellmembran und des intrazellulären Raums zu erreichen, haben sich Liposomen erwiesen. Mit Hilfe des nicht-viralen Gentransfers sollen Wachstumsfaktorgene in okuläre Zellen eingeschleust werden, die unter physiologischen Bedingungen nur über eine eingeschränkte Proliferationsfähigkeit verfügen (korneales Endothel). Eine Modulation ihres Proliferationsverhaltens könnte dazu beitragen, neue Therapieansätze mit klinischer Relevanz zur Erhaltung der Sehkraft abzuleiten.
Projektleitung:

Haike Dannowski
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Augenheilkunde CVK
Tel. 450-554035
Fax 450-554903
heike.dannowski@charite.de
Weitere Projektleitungen:

Prof. Dr. Uwe Pleyer
Weitere Projektmitglieder:

Dr. P. Rieck
Laufzeit:

01/2003- 12/2003
Fördereinrichtung:

Universitäre Forschungsförderung Charité
Publikationen:

Bednarz J, Teifel M, Friedl P, Engelmann K. Immortalization of human corneal endothelial cells using electroporation protocol optimized for human corneal endothelial and human retinal pigment epithelial cells. Acta Ophthalmol Scand. 2000, 78:130-6. Pleyer U, Groth D, Hinz B, Keil O, Bertelmann E, Rieck P, Reszka R. Efficiency and toxicity of liposome-mediated gene transfer to corneal endothelial cells. Exp Eye Res. 2001, 73:1-7. Schilling-Schon A, Pleyer U, Hartmann C, Rieck PW. The role of endogenous growth factors to support corneal endothelial migration after wounding in vitro. Exp Eye Res. 2000, 71:583-9.